Montag, 18.08.2014

Der nächste hohe Besuch

Nachdem es mir am Freitag einigermaßen besser ging, wagte ich mich auch für längere Strecken nach draußen. Genauer gesagt ging es für mich schon wieder zum Flughafen. Deeeenn - endlich kamen meine Mum und meine Grany (ich hab ein neues Wort für Oma gelernt!)! So schlecht es mir auch ging, die Vorfreude übersiegte einfach!! Es war wirklich schön sie wiederzusehen.

 

Auf dem Weg zum Hotel gab es viel zu bereden. Anschließend checkten wir ins Hotel ein und begutachteten die Zimmer, die wirklich sehr anständig aussahen.

Danach fuhren wir in die Stadt und ich zeigte Ihnen die ersten Attraktionen. Wir suchten uns eine Kleinigkeit zu essen und gingen dann ins Viertel "Temel Bar", von dem beide sofort begeistert waren.

Aber wer ist das denn bitte in Dublin nicht!? Diese Stadt hat einfach einen unverwachselbaren Charakter und verzaubert jeden. Besonders abends, wenn die Pubs voll sind und irische Live Musik gespielt wird. Da darf dann ein Guinness nicht fehlen (allerdings nicht für mich - da ich Antibiotikum genommen habe...)

Und so verging auch der erste Abend recht schnell...

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Am Samstag bin ich zum Hotel gefahren, erstens um meine beiden Besucher abzuholen (mit dem Bus fahren ist ja hier so eine Sache hihi) und habe dann gleich die Gelegenheit genutzt, ein irisches Frühstück zu genießen!

Anschließend haben wir uns in der Stadt die DART geschnappt und sind nach Howth gefahren. Howth ist eine kleine Küstenstadt, die ebenso - wie überall in Irland - atemberaubende Natur bietet und einen Leuchtturm. Dort sind wir ein wenig umher gelaufen und nachdem es anfing zu regnen und wir uns in einem kleinem Café aufwärmten, sind wir wieder zurück nach Dublin.

In Dublin haben wir uns die (Wortwiederholung) atemberaubende "St. Patrick's Cathedral" angeguckt, haben in einem traditionellen irischen Pub "Fish & Chips" gegessen, sind dann zur Henry Street gelaufen, anschließend zum Trinity College, Grafton Street, Molly Malone, um dann den Abend im "O'Sullivans" mit Gavin ausklingen zu lassen. Und wie sollte es anders sein - auch meine Mum und Grany wurden von Gavin und seiner Stimme verzaubert.

Völlig erledigt (im Nachhinein fällt mir erstmal auf, wie viel wir gelaufen sind) sind wir anschließend zurück zum Hotel und ich dann wieder zur Gastfamilie.

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Auch der Sonntag began, in dem wir uns im Hotel verabredeten und gemeinsam frühstückten.

Und da kam dann wieder die irische Gastfreundlichkeit zum Vorschein. Am Samstag haben wir der Rezeptionsdame erklärt, wieso meine Gäste hier sind und ob ich mit beiden zusammen essen könnte. Das war kein Problem und ich zahlte 9,50 € für das Frühstück. Am nächsten Tag erklärten wir der Rezeptionsdame wieder, worum es uns ging, da es neues Personal war - diesmal war auch der "Restaurant Manager" anwesend - und das Frühstück ging auf's Haus.

Leider war der Rückflug ziemlich früh angesetzt, so dass wir nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Flughafen fuhren.Mit dem Taxifahrer kamen wir sofort ins Gesräch. Lustigerweise stellte sich heraus, dass er eine Wohnung in Berlin gekauft hat, direkt im selben Bezirk, wo auch ich aufgewachsen bin und wieder wohne. Wieso er die Wohnung gekauft hat, sagte er einfach nur: " Weil es billig war!" Ich glaube es waren 200.000€. Er erklärte uns, dass es in Dublin üblich sein, eine Wohnung zu kaufen und sie deutlich teurer ist, als in Berlin. (Aber was ist nicht teurer in Dublin???)

 

Der Abschied war nah und tatsächlich war ich an dem Punkt, jetzt, wo ich nur noch 10 Tage hatte, wo ich am Liebsten mit nach Hause geflogen wäre!

Es war wirklich sehr schön, dass ihr mich besucht habt!

[BILDER FOLGEN!]

Freitag, 15.08.2014

Neue Erfahrungen

Und damit wären wir auch schon in der 7. Woche. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.

Als ich am Montag aufgestanden bin, merkte ich schon, dass ich Halsschmerzen hatte. Ich dachte mir aber nichts dabei, machte mich fertig und hoffte, dass es im Laufe des Tages wieder besser werden würde. Leider war dem nicht so. Auf dem Weg zur Arbeit fühlte ich mich gar nicht gut.

Als ich dann auf Arbeit ankam meinte Carolyn, ich sehe nicht gut aus. Daraufhin erzählte ich ihr, was mir fehlte und sie schickte mich nach einer Tasse Tee und Medikamenten nach Hause, in der Hoffnung, dass ich morgen bzw Mittwoch wieder fit bin.Mary wollte mich gleich zum Arzt schicken, aber so schlecht fühlte ich mich gar nicht.

Über den Tag merkte ich dann, dass es mir immer schlechter ging und gerade die Nacht ziemlich kurz war. Also schleppte ich mich am Dienstag doch zum Arzt. Was vielleicht ganz gut war. Im Endeffekt stellte sie nämlich eine "Chest Infektion" fest. Meine Ohren, Hals und Nase waren entzündet und ich hatte erhöhte Temperatur. Ich bekam Antibiotikum und weitere Tabletten verschrieben und wurde zusätzlich für die gesamte Woche krank geschrieben. Am Mittwoch kam dann noch husten dazu.

Mich hatte tatsächlich das volle Programm erwischt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon lange nicht mehr so krank war. Vermutlich liegt es am irischen Wetter... und vermutlich hat es auch was mit der Ernährung zutun. Dadurch, dass ich hier nicht kochen kann, ernähre ich mich anders als in Deutschland. (etwas, worauf ich mich schon sehr freue!)

 

Aber. Sehen wir alles mal positiv. Dafür habe ich mich ein wenig mit der irischen Krankenvorsorge befasst und kann euch was dazu berichten...

Als Mary mich bereits Montag zum Arzt schicken wollte, erzählte sie mir, dass die meisten Menschen in Irland/Dublin nicht krankenversichert sind. Das liegt daran, dass die Krankenversicherung hier so hoch ist und es günstiger ist, den Arztbesuch selbst zu tragen. Ein Arztbesuch setzt sich meistens aus folgenden Kosten zusammen: 50-60€ für den Arzt und nochmal 40-60€ für Medikamente. Lediglich Notfälle, die im Krankenhaus behandelt werden oder wenn man schwanger ist, werden vom Staat bezahlt.

Ich war (leider) bei einem privaten Arzt, der auch im Fall, dass man krankenversichert ist, die Karte nicht akzeptiert. Deswegen musste ich 50€ zahlen, die ich von meiner Auslandsversicherung erstattet bekomme (so der Plan).

Die Medikamente sollten dann nochmal 40€ kosten. Irgendwas hatte mich aber an der Apotheke gestört (so blöd das klingen man), so dass ich die Medikamente dort nicht geholt habe. Zum Glück. Denn als ich in einer anderen Apotheke war und meinte, ich bräuchte eine genaue Quittung für die Versicherung, nahmen sie meine Versicherungskarte an und ich bezahlte für 3 verschiedene Tablettensorten lediglich 7,50€.

Aber sobald es über die Versicherung läuft, werden die Medikamente genau abgezählt. d.h. Der Arzt meinte, ich soll morgens und abends jeweils 4 Stück von der einen Tablettensorte nehmen und das 7 Tage lang. Macht also 56 Tabletten. Die Pillen kann man im 100er Pack gekaufen. (steht auf der Verpackung drauf). Aber dadurch, dass ich es durch die Versicherung bekommen habe, waren in der Dose wirklich nur 56 Tabletten drin. Außen wurde dann noch zusätzlich ein Etikett raufgeklebt mit dem Datum, meinem Namen, der Stückzahl und wie ich sie einzunehmen habe.Diese Etikett klebte auf allen Verpackungen.

 

Mittlerweile geht es mir wieder gut! Lediglich der Husten ist immernoch da und will irgendwie nicht ganz verschwinden...

 

der Ausblick aus meinem Zimmer, während ich im Bett lag.

Dienstag, 12.08.2014

Wicklow Mountains

Kennt ihr den Film "PS.: Ich Liebe Dich"?

Das ist wirklich ein sehr schöner Film (wobei ich das Buch noch sehr viel lieber mag) und er spielt stellenweise in Irland. Um genauer zusagen spielt er im "Wicklow Mountains National Park". Und wenn man schon Mal in Irland ist, geht man natürlich auch dahin!

KLICK - hier die Stelle aus dem Film. Übrigens nach dem Lied "Galway Girl" die schönste Stelle im Film. Mit einer wunderbaren Aussicht aus dem Wicklow Mountains National Park (auf englisch).

& übrigens kein Wunder, dass sie im Film "Dun Laoghaire" falsch ausgesprochen hat. Es wird nämlich ganz anders geschrieben. Aber das ist halt Gaelisch. Die irische Sprache. Die ich übrigens hier NICHT gelernt habe. Sie ist wirklich sehr schwer. Und es ist schwer Wörter abzuleiten aus dem Englischen oder Deutschen...

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Am Samstag trafen wir uns relativ früh in der Stadt und gingen zu McDonalds frühstücken, da alles andere vermutlich zu lange gedauert hätte. Anschließend warteten wir auf den Paddywagon-Bus und dann ging es für uns Richtung Wicklow Mountains und Kilkenny.

Nach knapp 2 Stunden Fahrt waren wir in den Wicklow Mountains, wo wir dann 1,5h Zeit hatten uns die wunderbare Natur anzugucken. Viel darüber zu schreiben gibt es nicht. Am Besten lässt man die Bilder auf sich wirken, wobei Bilder schwer diesen Augenblick festhalten können!


 

Anschließend ging es weiter nach Kilkenny. Dort hatten wir 2 Stunden Aufenthaltsdauer.

Kilkenny ist wirklich eine kleine Stadt mit einem ganz tollen Stadtkern.Leider meinte es das Wetter schon den ganzen Tag nicht allzu gut mit uns...

Am Abend, als wir wieder zurück in Dublin waren, gingen wir noch durch "Temple Bar" und gingen in einige Pubs und lauschten der Live Music.

Wenn es eins ist, was mir fehlen wird, dann diese Atmosphäre der Pubs mit der irischen Live Music...

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Am Sonntag waren wir leckeres irish Breakfast genießen und haben uns anschließend noch Trinity College und andere Sachen der Stadt angeguckt, bis es dann hieß, wir müssen zum Hotel - die Koffer holen - und ab zum Flughafen.

Gegen 16 Uhr hieß es dann auch wieder Abschied nehmen.

Es war wirklich sehr schön, dass ihr hier ward! ♥ wir sehen uns in Berlin wieder und erkunden dort die Irish Pubs!

Montag, 11.08.2014

Besuch aus Berlin! - Kurzübersicht

Am Mittwoch freute ich mich schon den ganzen Tag auf meinen Besuch aus Berlin! Mein Dad und seine Freundin reisten heute nach Dublin und wollen für 5 Tage bleiben! Ich freute mich schon sehr ihnen Dublin zu zeigen und sie hoffentlich genauso von der Stadt verzaubern zu können, wie ich es bin!

 

Ich durfte heute eine Stunde früher schluss machen. Ich war total aufgeregt, endlich in die Stadt fahren zu können und die Beiden in die Arme nehmen zu können! Das Wiedersehen war sehr schön! Wir gingen ein wenig durch die Straßen und schauten uns Dublin gemeinsam an. Natürlich gab es viel zu reden und zu zeigen. Anschließend gingen wir in das Restaurant "The Church", in dem ich bereits mit Louise war. Wir hatten Glück noch einen Tisch bekommen zu haben. Und dann ziemlich nah an der "Bühne", wo sich bereits zwei Männer auf die Live Musik vorbereiteten. Was wir nicht wussten - später gab es sogar noch Irish Step Dancing direkt vor unserer Nase. Zudem gab es leckeres Essen und wir gönnten uns ein leckeres Guinness (wobei es für mich nur eine Cola gab, da ich am nächsten Tag arbeiten musste.)

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Den Donnerstag nutzten meine beiden Besucher in dem sie sich die Cliffs of Moher anguckten. Dieses Spektakel kann ich wirklich jedem empfehlen, der länger als ein Wochenende in Dublin ist. Am Abend trafen wir uns noch in der Nähe von meiner Gastfamilie, tranken und aßen eine Kleinigkeit und gingen anschließend ins Bett. Schließlich muss ich ja trotzdem arbeiten.

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Auf  der Arbeit war der Freitag ziemlich ruhig. Ich bearbeitete weiterhin einige Excel Tabellen und machte Telefonanrufe, um noch offene Einträge einzuholen.

Gegen 17 Uhr traf ich meinen Dad und seine Freundin. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt gingen wir in ein kleines Pub "O'Sullivan's", in dem ich bereits mit meinem Freund war. Es ist ein recht schmales und kleines, aber sehr gemütliches Pub! Und wir hatten Glück, dass derselbe Sänger da war, der auch vor 2 Wochen auftrat. Denn von diesem war ich mehr als begeistert!

In der gemütlichen Runde saßen wir zusammen, genossen - wie sollte es anders sein - ein paar Guinness und lauschten der wunderbaren Musik! Gavin, wie sich der Sänger nennt, hat uns absolut verzaubert mit seiner Stimme und als er dann sogar noch "Galway Girl" (für uns) spielte (kleine Hörprobe - wenn es Gerard Butler singt, ist es übrigens genauso schön!), waren wir hin und weg! Sollte jemand vorhaben, nach Dublin zu fahren, geht in dieses Pub!

O'Sullivans

Gegen 21 Uhr beschlossen wir langsam nachhause zu fahren, da wir am nächsten Tag früh raus mussten. Es ging endlich in die Wicklow Mountains!

Dienstag, 05.08.2014

Eine Insel - 2 Länder...

Ohje... ich schäme mich ganz furchtbar! Es sind schon etwas über 2 Wochen her, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Aber ich habe jetzt mal Zeit und Lust gefunden und möchte euch gerne noch von meinen letzten Wochen berichten.

Am Montag, 04.08.2014 war irischer Feiertag! Also habe ich die Chance genutzt und bin mit Paddywagon nach Belfast gefahren! Tja, eigentlich merkt man nicht, dass man aus der Republik Irland draußen ist, außer das man wieder eine "Auslands-SMS" bekommt und aufeinmal fast überall britische Fahnen hängen. Es ist wirklich faszinierend. Es ist eine Insel - Republik Irland und Nordirland. Und trotzdem ein ganz anderes Volk.

 

In Belfast habe ich die Zeit genutzt und mir das Titanic Museum angeguckt. Ich habe dort 2 Stunden verbracht. Ausgestellt waren sehr viele Bilder bzw. Plakate und viel Geschichtliches. Am besten kommen hier ein paar Bilder:

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber es war irgendwas anderes. Klar, es war sehr interessant in dem Museum. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Eine klare Empfehlung bekommt es nicht von mir. Sollte es jemanden geben, der in Belfast ist, kann man es sich gerne angucken. Aber extra deswegen dahin zu fahren, lohnt sich eher nicht!

 

Anschließend habe ich an der "Black Taxi Tour" teilgenommen. Wir wurden mit den typischen Schwarzen Taxis, die man aus London kennt, durch Belfast gefahren. Uns wurde vieles zu der nordirischren Geschichte erzählt. Wie ich schon sagte - ziemlich faszinierend. Wie unser Guide bestätigte, sind einige Nordiren tatsächlich britischer, als die Briten selber! (Wer interesse hat: http://belfastblackcabtours.co.uk/ , http://www.belfasttours.com/about.htm) Es waren wirklich sehr viele geschichtliche Informationen.

Am Ende des Tages rauchte mein Kopf und es ging wieder zurück nach Dublin!

Sonntag, 03.08.2014

Es kommt immer anders, als man denkt...

Es war Samstagmorgen. Der Wecker klingelte um 8 Uhr. Und ich war voller guter Dinge, mir heute ein paar schöne Sachen anzugucken. Allerdings trübte sich meine Laune, als ich gegen 6:00 Uhr von dem Platzregen, der gegen meine Fensterscheiben prasselte, geweckt wurde. Und als der Wecker um 8 Uhr klingelte und mein Blick Richtugn draußen ging, konnte ich noch keine Veränderung erkennen. Also schlief ich wieder ein und wurde gegen 10 Uhr wieder wach. Doch auch da war noch keine Veränderung erkennbar. Und irgendwie verschlechterte sich auch meine Laune. Nicht das ich schlechte Laune gehabt hätte, aber ich hatte definitiv keine Lust mehr gehabt, raus zu gehen!

Allerdings war ich mit Kary zum Dinner verabredet und so verließ ich gegen 16 Uhr zum ersten Mal am Samstag das Haus. Es war nochmal ein schöner Abschluss. Wir redeten viel und leider war dann auch die Zeit für den Abschied gekommen...

Wir haben uns versprochen uns gegenseitig zu besuchen. Kary möchte eventuell nächstes Jahr nach Deutschland kommen. Vielleicht ist das auch mal eine Chance für mich, nach Amerika zu reisen. Und wir versuchen im Kontakt zu bleiben!

 

Und da Kary das hier auch liest:

Dear Kary, It was very nice to meet you. We had a lovely time together and a lot of fun. Thank you for everything! I will miss you in our office. Do you know what I mean, Jelly Bean? :D

 

Als ich dann wieder (ziemlich mistig und pitschnass) in der Gastfamilie ankam, hatte ich ein ziemlich langes und nettes Gespräch mit meiner Gastmutter. Es war das Längste, das wir jemals geführt haben. Wir haben ein wenig über die Familie geredet. Aber auch über kleine Unterschiede zwischen Deutschland und Irland. Es war wirklich mal ganz nett!

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Am Sonntag hatte sich das Wetter noch immer nicht gebessert. Durch den Regen geweckt zu werden verbessert die Laune definitiv nicht ... Also blieb ich wieder zuhause. Als ich dann aber gegen 13 Uhr ein paar Sonnenstrahlen entdeckte, zog ich mich an und fuhr in die Stadt zum shoppen. Es war das erste Mal, seit ich in Dublin bin, dass ich "richtig" shoppen war. Vorher war ich immer nur stöbern und gucken.

Zudem habe ich mir eine Tour bei Paddywagon gebucht. Ich wollte den morgigen Tag nutzen und nach Belfast ins Titanic Museum fahren. Tatsächlich ist morgen (Montag) nämlich ein Feiertag in Irland. Keiner, weil irgendwas besonderes passierte. Es war einfach nur ein "August Feiertag". Und nach Carolyn war es ein Feiertag: "Einfach, weil wir Iren sind!"

In der Gastfamilie zurück verging dann auch der Sonntag, das Wochenende war schon wieder um. Und ich hatte nichts von meiner "Sehenswürdigkeiten-To-Do-Liste" geschafft. Dafür war ich allerdings ausgeruht!

Samstag, 02.08.2014

kleine Zusammenfassung

 Die Woche verging sehr schnell. Schließlich hatten wir auch viel gesehen.

 

Am Donnerstag war Kary's vorletzter Tag auf Arbeit. Mary rief uns gegen 11 Uhr in Richards Büro, um Kaffe oder Tee und Kuchen zu essen. Sie sagte uns, dass machen sie immer ein Mal, wenn Richard Urlaub hat. Wir haben uns nichts dabei gedacht, haben uns einen Tee gemacht, haben Kuchen gegessen und irgendwann später, als Carolyn mit einer Geschenktüte reinkam, realisierten wir, dass es Kary's "Abschiedsfeier" war. Immer wieder schön zu erleben, wie herzlich die Lady's (& John Paul) sind! Es war wirklich eine schöne Stunde. Wir lachten und redeten viel.

Kary bekam eine wunderschöne Kette geschenkt! Eine Kette mit unterschiedlichen Symbolen, die die Geschichte von Irland verkörpert (St. Patrick, die Wikinger, etc.). Sie war sprachlos. Ich wusste auch wieso. Schließlich hatten wir bereits einen Gutschein erhalten und damit überhaupt nicht gerechnet. Es war wirklich richtig richtig schön! Und ich konnte auch eine kleine Tränen in Kary's Augen erkennen!

  M&S KuchenMary, Kary, Carolyn, ich, Laura! Die 3 Lady's, von denen ich immer spreche!Karys Geschenk

Der Nachmittag verlief dann eher ruhiger.

Übrigens habe ich Post aus Brüssel bekommen von "Council of the European Union" - nichts besonderes, aber ich finde das cool. haha

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Am Freitag verlief alles wie üblich. Ich arbeitete immernoch an meiner Tabelle...

Es war wie ein normaler Freitag, bis es 14 Uhr wurde... und es Zeit war für Kary zu gehen. Sie verabschiedete sich von allen. Beonders Carolyn ist der Abschied sehr schwer gefallen. Kein Wunder, sie ist auch diejenige, die sich auf Arbeit wie eine Mama um uns gekümmert hat! Aber auch Laura und Mary hatten Tränen in den Augen. Und - wie sollte es auch anders sein - ich natürlich auch, ich Heulsuse! :D Aaaaaberr, ich habe nicht geweint, meine Augen waren nur feucht. Denn ich wusste, dass ich Kary am nächsten Tag nochmal wiedersehen werde!

 

Nach der Arbeit bin ich nachhause gefahren. Ich hatte mir einiges für Samstag vorgenommen. Und wollte deshalb früher schlafen gehen. Als Abends das Wetter schöner wurde, bin ich nochmal für einen einstündigen Spaziergang rausgegangen.

Mittwoch, 30.07.2014

Einfach mal spontan sein.

Und schon war wieder Mitte der Woche.

Auf der Arbeit erstellte ich weiterhin Tabellen mit Hilfe von Excel. Es war nicht sonderlich spannend. Aber der Tag verging und auf den Abend freute ich mich schon besonders.

 

Ich war bereits den ganzen Tag aufgeregt. Kary erzählte mir gestern, am Dienstag, dass sie mit ihren Mitbewohnern zu Riverdance gehen wird. Und da habe ich die Gelegenheit genutzt, mich ihnen angeschlossen und am Dienstag Abend um 23 Uhr eine Karte für Riverdance gekauft.

Nach der Arbeit sind wir also nochmal nachhause gefahren, uns frisch und hübsch gemacht, um uns dann 19:30 Uhr vor dem Gaiety Theater zu treffen.

[...]

Es war wirklich eine fantastische Show! Die Bühnenaufführung war unglaublich. Die Stepptänzer, und der irische Sound - wirklich einzigartig. Und der keltische Gesang dazu war auch wirklich toll. (kleiner Einblick in die Show: https://www.youtube.com/watch?v=PUgqcsqb-jI)

 

Dienstag, 29.07.2014

Kilmainham Gefängnis

Heute starteten wir den Tag mit Geschichte! Kary und ich durften heute das "Kilmainham Gaol" - also ein Gefängnis besichtigen. Wir durften diesmal die erste Tour um 9:45 Uhr nehmen und mussten erst anschließend auf die Arbeit zurück.

 

"Kilmainham Gaol ist ein ehemaliges Gefängnis im Dubliner Stadtteil Kilmainham. Heute dient es als Museum. Im Hof des Gefängnisses befindet sich eine Gedenkstätte für die hier hingerichteten Anführer des Osteraufstandes 1916.

Das Gefängnis wurde 1796 erbaut und erhielt den Namen "Neues Gefängnis", um es vom alten Gefängnis abzugrenzen, das es ablöste. In der Geschichte Irlands spielte es eine bedeutende Rolle, da viele irische Rebellenführer und nationalistische Politiker im Kilmainham Gaol inhaftiert waren und mehrere von ihnen hier hingerichtet wurden. Nach der Unabhängigkeit Irlands wurde das Gefängnis im Jahr 1924 geschlossen." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kilmainham_Gaol)

 

Entschuldigt die Unschärfe! Wir konnten nicht stehen bleiben zum fotografieren.

 

Anschließend zurück auf Arbeit gingen wir unseren Beschäftigungen weiter nach. Ich musste nur meine Tabelle beenden und muss keine weiteren Anrufe machen. Carolyn war stolz auf mich und wollte nur, dass ich wenigstens einmal meine Aufregung überwunden habe. Dafür ging es für mich an einen Stapel mit Namen und Adressen der verschiedenen "Councils" in Irland, die ich in Tabellen schreiben sollte (nur so viel dazu - ich war bis Freitag Nachmittag beschäftigt!)

Montag, 28.07.2014

The Viking Splash

Und damit began schon die 5. Woche für mich in Dublin. Es ist wirklich wahnsinn, wie schnell die Zeit doch vergeht!

Kary und ich fingen heute eine Stunde früher an, weil wir am Nachmittag endlich die Viking Splash Tour machten!

Aber erstmal kurz zur Arbeit: es ist genau das eingetroffen, was ich schon beschrieben hatte: natürlich musste ich heute meine ersten Anrufe tätigen. Ich sollte einige Büros anrufen und nach Änderungen fragen. Ich war (mal wieder) sehr aufgeregt. Ich übte die ganze Zeit mit Kary und sie sprach mir Mut zu. Und als ich mich endlich überwunden hatte und anrief, war es wirklich viel einfacher als Gedacht. So schlecht sind meine Englischkenntnisse gar nicht mehr! Ich konnte sogar spontan antworten und mir sind auch die Wörter eingefallen. Wieder ein kleines Kapitel im großem Buch "Dublin" geschafft! Das machte ich den ganzen Tag. Meine Tabelle (mit den Kontaktpersonen, die ich anrufen sollte) war nicht allzu lang. Und dennoch gingen viele nicht ran und andere konnte man gar nicht erst erreichen. Demnach wird die Woche noch weiter an der Tabelle gearbeitet, bis alle Änderungen eingetroffen sind!

 

Und nach dem Feierabend ging es zum St. Stephen's Green, um an der Viking Splash Tour teilzunehmen, die Carolyn schon für uns gebucht hatte.

Als Wikinger durch Dublin fahren! Dabei werden einem die Sehenswürdigkeiten von Dublin gezeigt und anschließend fährt man mit dem selbem Fahrzeug auf dem Wasser. Unser Guide, Paul, war wirklich super lustig! Es hat ehrlich Spaß gemacht, 1,5 h durch Dublin zu fahren und an jeder Ampel die Passenten anzuschreien. Schließlich sind wir ja Wikinger! ;-)

Molly Malone Christ Church CathedralSt. Patricks CathedralHa'Penny BridgeO'Connell BridgeGrand Canal

Montag, 28.07.2014

Und wieder ein Abschied...

Wie schnell die Zeit vergeht. Da war doch tatsächlich wieder Sonntag. Am Liebsten hätte ich die Zeit angehalten und den Moment eingefroren. Aber leider geht sowas nicht...

 

Als wir am Sonntag aufgestanden sind und gefrühstückt haben, haben wir unsere Sachen "gepackt" (viel haben wir ja nicht ausgepackt) und haben uns dann mit meinem Gepäck auf den Weg zur Gastfamilie gemacht. Ich will gar nicht wissen, was die vom B&B gedacht haben, wieso ich für 2 Nächte mit 2 Taschen und einem großen Koffer anreise. haha Aber ich war sehr froh, dass ich Hilfe hatte.

 

In der Gastfamilie haben wir eine kleine Hausführung gemacht, unsere Sachen in meinem Zimmer verstaut und sind anschließend 30 Minuten zur O'Connell Street gelaufen. Keine Ahnung, ob ich es schonmal erzählt habe, aber in Dublin haben die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet. Allerdings schließen sie täglich auch schon um 19 Uhr.

Wir sind ziehmlich viel gelaufen. Von O'Connell Street, über Henry Street, vorbei an Trinity College, durch die Grafton Street zum St. Stephen's Green und wieder zurück zum Liffey (Fluß, der durch Dublin fließt). Zum Ende hin sind wir noch Essen gegangen, um uns dann auf dem Weg zur Gastfamilie zu machen, den Koffer zu holen und dann zum Flughafen zu fahren.

 

... und da war dann auch wieder der Moment des Abschieds gekommen. Man bleibt hier, in einer fremden Stadt und verabschiedet den liebsten Menschen. Doch ist auch dieser Mensch derjenige, der mir Mut gemacht hat und ich weiß, dass ich die letzten 4 Wochen (Jaaaa - heute ist Halbzeit! noch 31 Tage) durchstehen werde!

 

Ich danke dir für dieses absolut schöne Wochenende! Ich freue mich sehr, bald wieder bei dir zu sein!

Montag, 28.07.2014

Alles begann mit einem Guinness...

Am Samstagmorgen haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Guinness Storehouse gemacht. Das Museum ist eine sehr beliebte Attraktion in Dublin, wenn nicht sogar eine der Besten, die Dublin zu bieten hat (so jedenfalls meine Kolleginnen).

Und tatsächlich: es war sehr beeindruckend und wir haben wirklich gestaunt!

 

Ich erzähle euch mal ein wenig was zum Storehouse, welches 7 Etagen hat und aufgebaut ist wie ein Pint-Glas (rund - und von unten nach oben wird es immer heller):

Durch den Eingang wird man in den "Keller" geführt. Als wir ankamen war es relativ voll. Dennoch standen wir nicht lange an und gingen hinein, eine Etage höher (G). Dort hatten wir das Glück kostenlose "Audioguide" zu bekommen. Außerdem befindet sich dort ein wirklich großer Souvenirladen mit vielen Guinness Produkten.

 

(G) Die Führung begann auch gleich in dieser Etage. Man konnte sich den Pachtvertrag von Arthur Guinness angucken und wurde dann weitergeführt, wo die Zutaten von Guinness ausgestellt wurden.

PachtvertragBlick nach oben!GersteHopfenWasserWasserfall

(1) Ein Stockwerk höher lernt man etwas über Arthur Guinness. Außerdem kann man sich anschauen, wie die einzelnen Zutaten gebraut werden. Außerdem ist hier eine kleine Ausstellung über Küferei und der alten Kunst des Fassmachens und zum Schluss kann man sich noch die verschiedenen Guinness-Transportarten ansehen. Wir entdeckten auf dieser Etage einen kleinen Imbiss, wo wir (nach unserer Tour durch das Pint) wieder zurückkehrten, einen Guinness Burger aßen und unser erstes Guinness tranken.

(2) Auf der nächsten Etage konnte man anschließend an einer Guinness-Verkostung teilnehmen. Man wurde in einem komplett weißen Raum geführt, in der lediglich eine Bar und 4 Säulen standen. Jede Säule enthielt einen Geruch vom Guinness. Wir sollten die Gerüche auf uns wirken lassen, bis wir schließlich ein Mini-Mini-Pint-Glas bekamen und damit in einen weiteren Raum gehen sollten. Dort wurde uns dann erklärt, wie Guinness richtig gekostet wird.

(3) Auf der dritten Etage konnte man die Werbung von Guinness im Laufe der Jahren beobachten. Ausgestellt wurden Printwerbungen und Tv-Werbungen. Hier konnten wir uns auch auf einem Poster abbilden lassen.

(4) Ein Stockwerk höher befand sich die Guinness-Academy. Hier lernt man die Zapfkunst kennen und bekommt anschließend eine Urkunde dafür. Leider war es ziemlich voll und wie beschlossen unser Guinness etwas gemütlicher genießen zu wollen.

(5) Im 5. Stockwerk befanden sich nur verschiedene Restaurants und Bars. Hier wird dargestellt, wie seit über 170 Jahren Guinness auf wunderbare Weise mit Speisen kombiniert wird. Ich muss sagen, dass die Preise im Haus relativ human waren. Vielleicht kann mich aber auch nichts mehr schocken, seit dem ich in Dublin lebe.

Danach kann man entweder mit der Treppe oder den Fahrstuhl in den 7. Stock fahren/laufen (im 6. Stock befinden sich nur Toiletten).

(7) Hier befindet sich dann die Gravity Bar. Von hier aus hat man einen 360 Grad Blick über Dublin. Und hier haben wir auch unser kostenloses Guinness bekommen (mit Kauf der Eintrittskarte erhält man ein Getränk seiner Wahl.)

Es war wirklich ein schöner Tag im Guinness Storehouse. Ich kann es wirklich jedem nur empfehlen, der Guinness mag! Ich glaube wir haben hier knapp 4 oder 5 Stunden verbracht.

 

Anschließend sind wir zum City Centre gelaufen. Als es anfing zu regnen, sind wir in ein Pub gegangen. Wie ich ja vorher schonmal erzählt habe, sind Pubs nicht nur "Kneipen". Hier kann man auch wunderbar essen oder Kaffee trinken. Allerdings ist die Atmosphäre auch schöner, als in einer deutschen Kneipe.

Als wir ankamen, fingen gerade 2 Künstler an, sich für den Abend vorzubereiten und verwöhnten uns mit irischer Livemusik.

 

Als der Regen nachgelassen hat, sind wir weiter zum Zentrum. Allerdings sind wir auf dem Weg dorthin in vielen Pubs im "Bezirk" Temple Bar hängen geblieben. Es war wirklich unglaublich. Fast jedes Pub war gut besucht. Verschiedene Künstler haben irische Musik gespielt (Gitarre, Geige, Querflöte oder einfach nur gesungen) und es war einfach eine super Atmosphäre. Das kann man gar nicht beschreiben, wie viel Spaß es macht, diese Musik zu hören und ein Guinness in der Hand zu halten.

Unseren Abend haben wir dann auch so ausklingen lassen. Wir sind auf dem Weg zur O'Connell Street in vielen Pubs reingegangen und haben die Atmosphäre genossen und natürlich die Zeit zu zweit!

Die älteren Herren haben sooo gut gespielt!Halfpint und Pint Guinness

Sonntag, 27.07.2014

Endlich, endlich, endlich!

Eeeeeeendlich war Freitag! Ich habe mich schon seit meiner Ankunft in Dublin auf diesen Tag gefreut. Und endlich war es soweit. Doch leider musste ich noch warten bis 17 Uhr...

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Heute hieß es auch für mich das Apartment zu verlassen und ins Bed & Breakfast zu ziehen für 2 Tage.Eigentlich wollte ich meinen Koffer im Apartment lassen und es zusammen mit meinem Liebsten holen. Aber tatsächlich hätte das zu viel Aufwand bedeutet - 40 Minuten zum Apartment hin und 40 Minuten zurück, 5€ pro Person für die DART und am Samstag hätten wir uns mit Carolyn treffen müssen, um ihr den Schlüssel zu geben...

Also überlegte ich mir spontan am Donnerstagabend, alle meine Sachen zur Arbeit zu schleppen.

Als ich keuchend und mit rotem Kopf an der DART Station am Morgen ankam, bereute ich meine Entscheidung. Tatsächlich war 1 km - bergauf und mit 4 Gepäckstücken, am frühen Morgen, nicht meine beste Entscheidung! Aber es bedeutete für uns mehr Zeit!

 

Die Zeit auf der Arbeit verging wie im Flug. Es war Lunch-Zeit und Kary und ich durften - "zur Feier des Tages" - gehen. Kary half mir dabei mein Gepäck ins B & B zu bringen und ich war froh, meine Sachen nicht alleine schleppen zu müssen.

Ca. 30 Minuten später checkte ich im "Guesthouse Ferryview" ein. Ich brachte meine Sachen auf das Zimmer, warf noch einmal einen Blick in den Spiegel und dann nahmen wir auch wieder den Bus Richtung City Centre. Wir haben einen Kaffee getrunken und ehe ich es richtig begreifen konnte, war es Zeit für mich zum Flughafen zu fahren.

Nein, es ist kein Müll in der Tüte - das ist Essen (ist ja kein Urlaub hier) Warten auf den Bus! 

 

Der Dubliner Flughafen ist ziemlich klein. Es gibt Terminal 1 und Terminal 2. Als ich auf meinen Liebsten wartete, bemerkte ich, dass ich vor genau 4 Wochen auf dem selben Platz saß und noch keine Ahnung hatte, was mich hier erwarten würde. Und 4 wochen später stand ich am Flughafen um jemanden in einem (mittlerweile nicht mehr) fremden Land/Stadt Willkommen zu heißen.

Es vergingen viele Minuten, bis endlich der Augenblick da war und ich ihn zum ersten Mal seit langer Zeit wiedersah. Es war ein wirklich ergreifender Augenblick für mich. Ich war einfach nur glücklich. [ ... ]

 

Wir fuhren danach zur O'Connell Street. Ich zeigte ihm die "wichtigsten" Sachen. Wir gingen in ein "Restaurant", aßen eine Kleinigkeit, gingen dann in ein Pub - tranken unser erstes gemeinsames Guinness in Dublin und fuhren anschließend ins B & B zurück.

Gegenüber vom B&B war das Meer!GuesthouseHier gibt es sogar Palmen! 

Völlig erschöpft von dem Tag, dem Gefühl des Glückes und der Vorfreude auf Samstag, schliefen wir am Ende des Tages ein.

Donnerstag, 24.07.2014

Wie alles begann - in Dublin!

Da wir heute Sight Seeing und zugleich Geschichtskurs geplant haben, ging es heute eine Stunde früher auf die Arbeit. Und eine Stunde früher, sieht die Kulisse mit dem Meer und der Sonne noch ein wenig schöner aus, wie ich finde... also musste - einmal mehr - die Sonne und das Meer festgehalten werden. (Keine Sorge, ich bin nur noch bis morgen da. Es werden nicht mehr als zu viele Strandbilder folgen. Aber irgendwie fasziniert mich dieser Anblick jeden Morgen und Abend aufs neue und ich muss es jedes Mal festhalten, auch wenn es immer die selbe Perspektive und Motiv ist.)

 

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Nach dem Feierabend sind Kary und ich dann Richtung City Centre los. Wir haben uns vorgenommen "Dublinia" zu besichten (http://www.dublinia.ie/). Hier kann man Erlebnisse der Wikinger und des Mittelalters erkunden und gleichzeitig etwas über die Geschichte Dublins lernen.

 

Dublinia ist unterteilt in 3 Stockwerke:

1. Wikinger
2. Mittelalter
3. Archäologen und Entdeckungen

 

1. Stock - Die Wikinger:

 

 

2. Stock - Das Mittelalter:

 

3. Stock - Die Entdeckungen:

In diesem Stockwerk war das Fotografieren verboten. Es handelt sich um Entwicklungen in der Zeit und um die Arbeit der Archäologen. Hier wird berichtet, wie Archäologen auf die Wikinger gestoßen sind und welche Fundstücke sie ausgegraben haben.

Ich kann leider nicht sagen, warum das fotografieren verboten war - sonderlich aufregend war es nicht... Doch hat es mich an meine tolle Arbeit als Co-Archäologin mit meiner Freundin erinnert. Damals waren wir eine Woche lang mit ihrem Vater, der Archäologe ist, in Templin und haben dabei geholfen, Frundstücke und andere wichtige Entdeckungen eines Grundstückes herauszufinden. Wir fanden Keramiktassen und -teller und einige Knochen von Tieren, sowie ein Gebiss von einer Kuh.

 

Nachdem man durch "Dublinia" gelaufen ist, musste man über eine "Brücke", welche als Durchgang zur Cathedrale führt, gehen. Entweder kann man dann die Cathedrale besichtigen (für weitere 6 €) oder rausgehen. Da die Cathedrale nur noch 10 Minuten geöffnet war, sind wir stattdessen raus und sind dann Richtung Bus gelaufen!

 

Als ich ca. 1 Stunde später endlich in Killiney ankam, musste ich ein letztes Mal den Strand fotografieren. Gesichtet wurde diesmal eine Gruppe Surfer! Es kommt mir vor, als würde der Strand jedes Mal anders aussehen. (Aber ist ja der letzte Abend! :D)

Zurück im Apartment habe ich dann nur noch aufgeräumt, gesaugt, das Badezimmer geputzt und meinen Koffer gepackt. Schließlich geht es morgen ins Bed & Breakfast mit meinem Schatz! Wie sehr ich mich freuen! ♥

Mittwoch, 23.07.2014

Immer was neues zu entdecken.

Mein Mittwoch verlief relativ ruhig.

Auf der Arbeit sind wir dabei, alle Kontaktpersonen, die wir per E-Mail nicht erreichen konnten, nun anzurufen und erneut daran zu erinnern, dass sie uns ihren Eintrag mit oder ohne Änderungen zusenden sollen. Ich habe noch Schonfrist. Da Englisch nicht meine Muttersprache ist, übernimmt zur Zeit Carolyn meine Anrufe. Ich hingegen bekomme ihre E-Mails und muss diese in die Datein eintragen, ausdrucken, abheften und ggf. kopieren, wenn Logo oder Fotos für die Einträge erwünscht sind. Jedoch denke ich, dass auch ich nächste Woche die Anrufe tätigen werde. Aber mal schauen, was Carolyn sich einfallen lässt.

Kary und ich planten unsere nächste Woche bzw. die letzte Woche von Kary. Wir wollen noch so viel wie möglich zusammen erleben. Deshalb haben wir auch gefragt, ob wir von 08:00 - 16:00 Uhr arbeiten können, da viele Sehenswürdigkeiten um 17 Uhr schließen oder den letzten Einlass gewähren. Und wie die liebe Carolyn natürlich ist - ich denke, ihr habt es schon mitbekommen, was für ein lieber Mensch sie ist - meinte sie, wir sollen ihr immer Bescheid geben, was wir machen wollen und dann finden wir eine Lösung. Zum Beispiel dürfen Kary und ich am Dienstag um 09:30 Uhr ein Gefängnis besuchen und sollen erst danach zur Arbeit fahren.

Somit organisierten wir die nächste Woche - ich freue mich jetzt schon und werde euch natürlich daran teilhaben lassen!

 

Nach dem Feierabend bin ich noch in die Stadt gefahren. Ich habe ein paar Erledigungen gemacht. Einige Sachen eingekauft und bin anschließend zurück zur Dart Station. Da ich heute noch keinen Tag von meinem 30-Tage Ticket gebraucht habe, bin ich also gelaufen und habe dabei eine Abkürzung durch Trinity College genommen.

Ich glaube, wenn ich im Ausland studieren müsste/würde, könnte ich es mir hier sehr gut vorstellen! Überall sind diese schönen alten Gebäude und außerhalb sind die Parkanlagen. Da schönes Wetter war, war auch noch relativ viel los. Man sah viele Leute auf den Bänken oder auf dem Rasen. Einige saßen einfach nur rum, aßen ihre Speisen oder genossen die Sonne. Und als ich weiter durchging und Musik hörte, fand ich es hier noch viel schöner. Vor mir sah ich eine riesige Grünflächenanlage. Diese war voll mit Menschen. Sie trieben Sport, spielten Gitarre oder unterhielten sich einfach so. Durch die Abendsonne und dieses Treiben vor mir, habe ich einfach gute Laune bekommen und hätte mich am liebsten zu irgendeiner Gruppe gesetzt. Nur mit Mühen konnte ich mich von diesem Anblick wegreißen, aber ich musste ja meine Bahn bekommen.

Ladeplan vom Trinity College!alte GebäudehistorischParkanlagenUniversitätHabe ich die nicht schon mal gesehen!? Die gleiche Kugel steht in Rom! 

 

Übermorgen kommt schon mein Schatz!

Mittwoch, 23.07.2014

Die Sonne lacht über Dublin.

Guten Mooooorgen. Als ich heute morgen auf meine Bahn gewartet habe, wurde ich von der Sonne überrascht. Und sie strahlte richtig. Da fängt der Morgen doch gut an!

Guten Morgen! 

Als ich dann ins Büro kam und Carolyn einen guten Morgen wünschte, unterhielten wir uns ein wenig. Ich muss sagen, es fällt mir immer leichter, mich auszudrücken und sie zu verstehen.

Nicht nur mit Carolyn - auch im Allgemeinen - wenn ich irgendein Wort nicht weiß, versuche ich es zu umschreiben, drauf zu zeigen und wenn alles nichts hilft, schaue ich einfach im Wörterbuch nach. Mit der Grammtik freunde ich mich auch so langsam an. Wenn ich irgendwas falsch sage, bemerke ich es mittlerweile selber und berichtige meinen Fehler. Und falls es mir nicht auffällt, frage ich immer Kary, ob das richtig war. Manchmal verbessert sie mich auch, ohne das ich frage. Darum hatte ich sie auch gebeten. Im Gegenzug lernt Kary jeden Tag einen Satz deutsch. Allerdings haben wir das in letzter Zeit schleifen lassen. Aber es klingt einfach zu süß, wenn sie versucht ein "ch" oder "r" auszusprechen.

Und mein Gefühl täuscht mich nicht nur - auch Carolyn sagte an diesem Morgen, dass ich mich schon sehr gut entwickelt habe und mein Englisch sich sehr verbessert hat. Und sie sagte bereits am ersten Tag, wenn ich wieder gehe, rede ich so schnell und unverständlich wie alle anderen. ;D

Die zweite gute Nachricht: Carolyn lässt mich tatsächlich nie vergessen, dass mein Liebster bald kommt! (Mal davon abgesehen, dass ich es nie vergessen könnte), aber sie zählt tatsächlich mit. Und es sind nur noch 3 Taaaaage! ♥

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Nach der Arbeit wollten Kary und ich gemeinsam zu meinem Apartment, etwas backen für die Arbeitskollegen und uns dann den Strand angucken. Carolyn gab uns extra eine Stunde früher schluss.

Also sind wir zu Supervalu, haben alles eingekauft und sind dann mit vollen Tüten weiter zum Apartment. Eventuell hätten wir uns das geschleppe sparen können, hätte ich vorher mal in die Küche geguckt, ob alles da ist, was wir brauchen. Denn als wir anfangen wollten, bemerkten wir, dass Eileen (die Frau, der die Wohnung gehört) wahrscheinlich keine leidenschaftliche Bäckerin ist. Vermutlich kocht sie nichtmal gerne. Das einzige was wir finden konnten, waren ein paar Töpfe, eine Pfanne und eine Glasschüssel. Aber nichts, mit dem man irgendwie einen Kuchen oder ähnliches hätte zubereiten können. Also hat Kary alle Sachen auf dem Rückweg wieder umgetauscht.

Ich habe Kary dann noch zur Bahn begleitet. Auf dem Weg dorthin, sind wir am Strand gewesen. Doch leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Es fing an zu nieseln und es war sehr neblig. Man konnte so gut wie gar nichts erkennen. Aber das Meeresrauschen und die Luft haben immer etwas besonderes.

Und trotz den vielen Unglücken am Nachmittag, hatten Kary und ich einen tollen Tag. Das macht vieles einfacher für mich.

Mittwoch, 23.07.2014

Beginn der 4. Woche in Dublin.

Nach einer sehr schlechten Nacht, bin ich zum ersten Mal meinen neuen Arbeitsweg zur DART gelaufen. Die Bahn ist super voll um 8:20 Uhr. Mir ist auch aufgefallen, dass die meisten Menschen in Dublin erst spät mit ihrer Arbeit anfangen.

 

Meine Arbeit ist immernoch die selbe. Doch mittlerweile muss ich sehr viel mehr E-Mails ausdrucken, in der Tabelle markieren, sie zum Editor schicken und anschließend in einer Box ablegen. Es klingt sehr einfach und ist es auch. Es ist nur ein sehr großer Arbeitsaufwand und beschäftigt mich den ganzen Tag.

Zur Mittagspause sind Kary und ich dann zum Trinity College gefahren, um dort meine "Student Travelcard" abzuholen. Ich weiß nicht, wieso ich nicht schon vorher darauf gekommen bin... ich habe einfach eine E-Mail an Leap Card geschrieben, beschrieben was ich hier mache und dass in Deutschland auch Auszubildende Vergünstigungen bekommen. Daraufhin meinten sie zu mir, da es ein unbezahltes Praktikum ist, bräuchte ich nur einen Stempel und eine Unterschrift von meinem Institut und dann könnte ich die Studentenkarte bekommen.

Also sind wir zur Mittagspause mit der DART und dem ausgefüllten Antrag zum Trinity College gefahren und haben meine Karte geholt. Mit der Karte kann ich vergünstigt Bus fahren und kriege in vielen anderen Geschäften Prozente.

 

Auf dem Rückweg sind wir dann zur Pearse Station gefahren. Ich habe irgendwie nicht aufgepasst und bin Kary hinterher. Als wir in der Bahn waren, fragte ich sie, ob sie sich sicher sei, dass wir in der richtigen Bahn sitzen (da sie anders aussah als die DART - eher wie eine Regionalbahn) und sie versicherte mir, dass alle Züge "Lansdowne Road" halten. Komisch war dann nur, als wir an unserer Station vorbeigefahren sind und auch an viele weiteren, bis wir bemerkten, dass es ein Expresszug war.

An der nächsten Haltestelle sind wir dann ausgestiegen und den ganzen Weg von 20 Minuten wieder zurück. Zusätzlich mussten wir noch auf die DART warten, da wir sie gerade verpasst hatten. Zum Glück kommt sie ja alle 15 Minuten. ;-) Und so wurde aus einer Stunde Pause gleich mal 2 Stunden.

Aber alles nicht so schlimm. (ich hatte ja schon erwähnt, dass meine Kollegen toll sind, oder?) Als wir auf Arbeit ankamen, wir hatten Carolyn Bescheid gegeben, wurde sich eigentlich nur drüber lustig gemacht. Schließlich ist die Pearse Station nur 2 Stationen von IPA entfernt.

Kary in der DartDART von Innenauf dem Weg zum College entdecktTrinity CollegeTrinty CollegeStudentenkarte

Nach der Arbeit habe ich mich mit einem deutschen Mädchen getroffen. Miriam kommt aus der Nähe von Hamburg und lebt bei der selben Gastfamilie wie ich (bzw. musste ich mein Zimmer für sie räumen ;-) Wir sind in einen Pub gegangen, haben Kaffee getrunken und über Dublin geredet. (In irischen Pubs gibt es nicht nur Bier. Man kann stellenweise sehr gut und - für Dubliner Verhältnisse - günstig essen und Kaffee trinken.) Ich habe es genossen mit jemanden IN Dublin deutsch zusprechen. Leider verlässt sie Dublin schon nach 5 Tagen, da sie nur zum Urlaub hier ist.

& da heute mein Paket von meiner Mama und meiner Oma mit deutschen Lebensmitteln angekommen ist (DANKE! :D), habe ich Miriam zu Nuala begleitet. Dort war ich nur kurz, habe mir einiges aus dem Paket mitgenommen (das ganze Paket war einfach zu schwer) und bin dann den Heimweg angetreten.

Ausblick aus dem PubPub - sorry, dass es verschwommen ist.Pub - sorry, dass es verschwommen ist.

Nach über einer Stunde Bus fahren, laufen und Dart fahren, bin ich am Abend an meiner Haltestelle ausgestiegen und wurde mit einem unglaublichen Ausblick belohnt.

Irish Sea

In 4 Tagen kommt übrigens schon mein Schatz nach Dublin!!

Dienstag, 22.07.2014

Eine kleine Veränderung.

Sonntag – der Tag zum Ausruhen. Leider nicht für mich. Nachdem ich relativ spät ins Bett gegangen bin am Samstag, klingelte der Wecker am Sonntag ziemlich früh. Ich musste meine Sachen packen. Für mich hieß es heute, die Gastfamilie zu verlassen, da ich leider später gebucht habe als andere und die Woche die Zimmer ausgebucht sind. Von Nuala war geplant, dass ich diese Woche im Bed & Breakfast verbringen werde. Als ich jedoch Carolyn (meine Kollegin) davon erzählte, meinte sie, dass wir was Besseres finden werden und ich zur Not bei ihr bleiben könnte.

Und tatsächlich. Carolyn hat sich wirklich Mühe gegeben. Sie hat mir ein Apartment von ihrer ehemaligen Vorgesetzten Eileen besorgt. Eileen lebt im Süden Dublins und ist zurzeit verreist. Sie hat mir ihre Wohnung für die eine Woche zur Verfügung gestellt.

Also wartete ich am Vormittag auf Carolyn. Sie hatte mir angeboten – oder sagen wir, aufgedrängelt, mich zum Apartment zu fahren. Tatsächlich war ich im Nachhinein ziemlich froh, da ich doch viele Sachen habe. Sie und ihr Mann haben mich in einer 40 Minütigen Fahrt in den Süden Dublins gebracht. Auf der Fahrt erzählte mir Carolyn, dass es hier eine sehr reiche Gegend ist und der Sänger Bono von U2 hier lebt.

Als wir im Apartment ankamen, war ich tatsächlich positiv überrascht. Es ist eine kleine feine Wohnung und ich konnte das alles tatsächlich kostenlos nutzen. Das ist wirklich eine Vertrauenssache und ich bin mir sicher, dass sich Carolyn für mich eingesetzt haben muss. Carolyn und ihr Mann zeigten mir alles in der Wohnung. Sie erklärten mir die wichtigsten Sachen und zeigten mir dann meine Bahnstation, die mich zur Arbeit und in die City bringen wird. Auf dem Weg dahin, wurde ich von der wunderschönen Aussicht des Meeres überrascht. Tatsächlich liegt der „Irish Sea“ nur 10 – 15 Minuten vom Apartment entfernt.

Bevor Carolyn gefahren ist, drückte sie mir noch eine Tüte voll mit Lebensmitteln, Wasser und Milch in die Hand. Sie hatte mir tatsächlich den Kühlschrank aufgefüllt. Ich hoffe wirklich, dass jeder, der alleine in einer fremden Stadt ist, jemanden wie Carolyn kennen lernt!!!

 

Als ich dann alleine im Apartment war und mich noch ein wenig umgeschaut habe, habe ich mir mein Buch und den Reiseführer geschnappt, bin zur DART Station gelaufen, um zu schauen, wie weit es ist und bin anschließend zum Strand gegangen.

Ich habe mir im Reiseführer angeguckt, wo ich noch UNBEDINGT hin will bzw. hin muss, habe mein englisches Buch weiter gelesen und dabei ganz die Zeit vergessen. Es war relativ windig am Wasser und so habe ich die Sonne nicht mitbekommen, denn erst als ich nach 3 Stunden wieder im Apartment war, bemerkte ich meinen Sonnenbrand am Rücken.

So verging dann auch langsam der Sonntag. Ich schaute noch ein wenig englisches TV und dann war es  Zeit für mich, schlafen zu gehen.

Der Weg zur DARTDer Blick zum MeerIrish SeaStrandStrandReiseführerdie Wolken am StrandDublin 2014Für meinen liebsten Schatz!

Montag, 21.07.2014

Ein schöner Tag im Zoo!

Es war Samstag, 10 a.m. irische Zeit – ich machte mich auf den Weg zur Haltestelle. Ich muss sagen, ich merke selber, wie es irgendwie immer selbstverständlicher für mich wird, durch Dublin zu laufen, den Arm auszustrecken um den Bus anzuhalten (ja, in Dublin muss man, auch wenn man an der Bushaltestelle steht, dem Busfahrer auf sich aufmerksam machen. Ansonsten kann es schon mal vorkommen, dass der Bus einfach an dir vorbei fährt, wenn keiner aus dem Bus zufällig an dem Stop aussteigen will. Außerdem ist mir aufgefallen (und die Erfahrung musste ich auch selber machen), dass der Bus einfach an einem vorbei fährt, wenn er voll ist oder nur ein – zwei Personen aufnimmt. Es wird auch nur ein Kinderwagen mitgenommen – wenn ein zweiter rein will, muss er draußen auf den nächsten Bus warten).

Ich saß also im Bus und war auf dem Weg in den Zoo von Dublin, um dort meine (Groß-)Cousinen zu treffen. Ich war ziemlich aufgeregt (das bin ich allerdings immer, wenn ich jemanden zum ersten Mal sehe oder nach einer langen Zeit wiedersehe). Der Weg von dem Bus Stop zum Zoo führte mich durch den wirklich schönen und großen Phoenix Park (wieder ein Park in Dublin ;-)).

Phoenix ParkPhoenix ParkHäuser gegenüber vom Phoenix Park

Keine 30 Minuten später sah ich Elaine, ihre drei Söhne Denis, James und Brian und Louise und nach einer herzlichen Begrüßung gingen wir in den Zoo. Die ersten paar Minuten musste ich öfter nachfragen, wenn sie mit mir sprachen. Ich musste mich tatsächlich an den Akzent gewöhnen, ebenso mussten sie sich erst daran gewöhnen nicht allzu schnell mit mir zu reden. Aber je länger wir zusammen waren, desto besser ging es. Wir waren ca. 5 ½ Stunden im Zoo und haben uns die verschiedenen Tiere angeguckt. Es ist wirklich ein schöner Zoo. Am Anfang dachte ich, dass der Berliner Zoo schöner ist, jedoch hat sich mein erster Eindruck nach dem Tag verändert (Berliner Tierpark nicht mitgezählt – den kann man mit den City-Zoos nicht vergleichen).

Im Zoo habe ich immer nach den Wörtern für die Tiere gefragt. Im Gegenzug haben die anderen die deutschen Wörter gelernt. ;-)

Dublin Zooa tigera giraffegiraffea rhinocerosa sealiona sea lion during feeding timeI am here!

Wir hatten wirklich einen ganz schönen Tag. Es hat Spaß gemacht und war toll, einen kleinen Teil meiner irischen Familie kennen zu lernen.

Zum späten Nachmittag sind Louise, die im selben Alter ist wie ich, noch in die Stadt gegangen, haben uns mit ihrer Freundin getroffen und waren noch etwas essen. Nach einer schönen Zeit wurde ich dann noch mit dem Auto nachhause gefahren. In Gedanken hätte ich sehr viele Unfälle gehabt. Ich glaube nicht, dass ich jemals auf der linken Seite Auto fahren kann. Auf einer geraden Straße ist das kein Problem, aber sobald man abbiegt, gucke ich JEDES MAL in die falsche Richtung. Mir ist auch aufgefallen, dass die Handschaltung genau wie bei uns funktioniert, nur das sie mit links bedient werden muss.

Autofahren in Dublin!Dublin City

Nachdem ich kurz bei meiner Gastfamilie war und mit Nuala über meinen Tag geredet habe, bin ich noch einmal los und habe mich mit den Jungs aus meiner Gastfamilie getroffen, die mittlerweile nicht mehr bei mir im Haus wohnen. Wir sind zu der neuen Wohnung von Josep gegangen und waren anschließend mit einer Spanierin im Pub.

Montag, 21.07.2014

Es ist viel zu lange her und es tut mir sehr leid!

Das letzte Mal, dass ich mich gemeldet habe, ist etwas länger her… das tut mir sehr leid. Ich habe leider oftmals die Zeit nicht dafür gefunden und ab und zu auch einfach keine Lust gehabt…

Ich habe lange überlegt, wie ich die 1 ½ Wochen jetzt beschreiben will und habe mich dafür entschieden, einen langen Beitrag zu schreiben und euch so meine Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Woche zu berichten.

 

Nachdem ich das letzte Mal geschrieben habe, ist einiges passiert…

Ich fange mal mit der Arbeit an, da sich hier eigentlich nichts verändert hat… Es ist immer noch alles toll. Meinen Lobesgesang kann ich immer noch nicht einstellen. Wir haben viel zu tun und damit vergeht die Zeit relativ schnell. Meine Kollegen sind auch immer noch toll. Sie erkundigen sich jeden Tag 3 – 4 Mal, ob es uns gut geht. Erkundigen sich, was wir in Dublin erleben und was wir vorhaben. Geben uns Ratschläge, wo wir hinsollen und machen immer Späße mit uns. Ich kann mich nicht beschweren. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Außerdem werden wir (leider) immer mit Leckereien verwöhnt. Und wenn man „Nein“ sagt (ich habe es versucht!!) wird entweder so lange gefragt, bis man etwas nimmt oder zum Feierabend auf den Schreibtisch gestellt. Wie hat Mary so schön gesagt, als Richard eine Erklärung gesucht hat, wieso es heute Schokolade von ihm gibt – „Keine Ausreden in diesem Büro für Schokolade. Schokolade geht immer“. Ach die Ladies sind einfach bezaubernd!

Letzte Woche Freitag haben wir auch noch ein kleines Geschenk bekommen, für unsere „harte“ Arbeit. Das Praktikum wird ja nicht bezahlt und das war der Dank unserer Abteilung. Wir haben beide einen Gutschein bekommen, den man in vielen Geschäften in ganz Irland einlösen kann. Wie gesagt, ich bin begeistert. Und ich weiß jetzt schon, dass mir der Abschied schwer fallen wird!

Hier müssen wir immer unseren Code eingeben, um ins Gebäude zur Arbeit zu kommen!Mein Praktikumsvertrag! :DMeine erste Post in Dublin! :)Schokolade von Richard mit meinem IPA Stift!Das musste ich fotografieren. Das ist im Jahrbuch drin. Es hat mich einfach an zuhause erinnert. Als ich in der ABH Berlin gearbeitet habe, musste ich oft das Goethe Institut erwähnen bei Ablehnung, aber auch oft in Akten unter  

 

Kommen wir mal zur Freizeit... Letztes Wochenende war leider kein gutes Wetter in Dublin. Und damit fiel die Sight Seeing Tour für Kary und mich aus. Stattdessen sind wir durch die Stadt gelaufen und haben (versucht) unseren Gutschein auf den Kopf zu hauen. Wir waren etwas Essen und sind dann wieder zurück.

Da das Wetter auch am Sonntag schlecht war, fiel unsere Tour wieder aus… (Wir kriegen das schon irgendwann hin! ;-) ). Also habe ich ausgeschlafen, habe mir ein wenig die Gegend in Glasnevin angeguckt und bin anschließend mit den anderen aus meinem Haus ins Pub gegangen um das Finale zu schauen. Was soll ich sagen… ich wäre gerne in Berlin/Deutschland gewesen. Im Pub war wohl die Hälfte für Deutschland, die andere Hälfte für Argentinien. Dementsprechend fiel der Jubel nicht allzu groß aus und 5 Minuten später war alles vergessen. Ich habe mich trotzdem sehr gefreut, auch wenn ich sonst keinen Fußball gucke.

  Mein erstes Guinness in einem irischen Pub!Porterhouse - das Pub, in dem wir uns das Finale angeschaut haben.Finale... oho... 

Und dann war auch wieder Montag… Die ersten zwei Tage vergingen recht schnell. Ich war arbeiten und habe anschließend nicht viel unternommen. Am Mittwoch waren Kary und ich dann wieder in der Stadt unterwegs. Wir waren u.a. im St. Stephens Green – einer der vielen schönen Parks in Dublin, in der Grafton Street, eine zweite Shoppingstraße in Dublin, ebenso schön wie O’Connell Street und anschließend waren wir etwas essen. Wir sind viel gelaufen und nach einem kurzen Einkauf bei Supervalu bin ich gegen 21 Uhr (9 pm) bei der Gastfamilie angekommen und erschöpft ins Bett gefallen.

So lernt man in Dublin deutsch.Tatsächlich Der Eingang zum St. Stephen's Green.St. Stephen Greens Shopping CenterEin Juwelier-Laden in Dublin. :DDisney-Laden in der Grafton Street!

Am Donnerstag nach der Arbeit haben wir die DART (vergleichbar mit der  S-Bahn) genommen und sind zum Merrion Square gefahren. Ebenfalls einer von vielen vielen schönen Parks in Dublin. Wir sind um den Park herumgelaufen und haben uns… die Türen von Dublin angeschaut und fotografiert. (Haha - aber so war es…) Man kann sie auf vielen Postkarten finden, als Magnete oder Poster, als Kartenspiele auf anderen Sachen. Einige sind wirklich sehr schön, aufwendig verziert und strahlen in unterschiedlichen Farben. Nach dem Internet gibt es verschiedene Theorien und Legenden zu dieser Tradition (einfach mal googlen). Also sind wir an dem sonnigen Tag losgezogen und haben die Türen fotografiert, um uns unser eigenes Poster zusammenstellen zu können. ;-)

Da kommt die DARTDARTSehr rafiniert gemacht mit den Fahrscheinen. Zum reinkommen und rauskommen, muss man sein Ticket hier durchstecken oder die Leap Card ranhalten.Pearse StationZum Merrion Square.Richtung Merrion Square!Die Straßen um den Merrion Square heißen Merrion Square East, West, North und South.Die bunten Türen in Dublin! :D

Am Freitag wollten Kary und ich (endlich) unsere Viking Splash Tour machen, von denen schon viele geschwärmt haben und die toll sein soll. Wahrscheinlich ist sie das wirklich, denn als wir ankamen, gab es leider keine Karten mehr zu kaufen. Wir beschlossen also wieder in der Stadt etwas zu essen und sind anschließend wieder zurück zu unseren Unterkünften. Ich ging zeitig ins Bett, da ich am nächsten Tag früh aufstehen musste, denn ich war verabredet für den Zoo.

 

Was ich sonst noch berichten kann: ich bin absolut verzaubert von dieser Stadt! Dublin bietet einfach so eine schöne Kulisse für die unterschiedlichsten Fotos. Und langsam fühle ich mich dazugehörend. Dennoch gibt es noch sehr viel für mich zu entdecken! Ich freue mich auch schon darauf, dass endlich mein Schatz mich besuchen kommt!

Dublin *-* Ich bin verliebt in diese Stadt!O'Connell StreetO'Connell BridgePub in DublinSie gehen alle über rot!Bus in DublinDas Haus meiner Gastfamilie

Sonntag, 20.07.2014

Cliffs of Moher - Bilder

Wie versprochen gibt es hier noch ein paar Bilder als Nachtrag zu den Cliffs of Moher!

 

Die Fahrt zu den Cliffs.

Paddywagon - unser ReisebusAuf dem Weg an der Tankstelle entdeckt!im Bus!Kary and MeDie gruene Insel!

Unser erster Stop in "Kivera" - einem kleinem Fischerdorf.

Der zweite Stop - an einer Ruine.

 

Der dritte Stop - die "Baby-Cliffs"

die es war richtig windig! 

Endstation - Cliffs of Moher!

Aussicht bei den Cliffs of Moher!Diese Aussicht war atemberaubend! 

Die Rückfahrt

  

 

Dienstag, 08.07.2014

Muss mal gesagt werden!

Während ich gerade diesen Eintrag hier schreibe, gewinnt Germany gerade 7:1 gegen Brasilien. Das ist so genial!

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Das Wetter in Dublin hat sich nicht verändert. 12°C und Regen. Also bin ich mit Jacke, Stiefeln, Tuch und Regenschirm zur Arbeit gefahren. Der Bus hatte wieder Verspätung und ich musste 20 Minuten warten (ich wette - komme ich morgen 10 Minuten später zur Haltestelle, kommt er pünktlich...). Zudem hatte irgendwie jeder Ire im Bus schlechte Laune. Und meine ging gleich noch tiefer in den Keller, weil die Person nehmen mir definitiv keine Manieren genossen hat!

Und dann kam ich auf Arbeit an und meine Laune wurde schlagartig besser. Die Ladys im Büro sind einfach unglaublich toll. Sie haben immer so gute Laune und sind so süß. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, freue ich mich! Dieses Englisch mit dem irischen Akzent klingt so toll. Morgens mit Ihnen ins Gespräch zu kommen macht jedes Mal Spaß. Ich genieße das richtig. Und an dem "Smalltalk" merke ich auch, dass sich meine eigene Sprache verändert. Mein Reaktionsvermögen - auf Englisch zu antworten - ist tatsächlich gestiegen!

 

Aber im Allgemeinem sind die Menschen hier bei IPA sehr nett und absolut freundlich! Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie Iren sind. ;-) Wir werden hier mit Kaffe, verschiedenen Teesorten und Kecksen verwöhnt. Von unserem Büro ins Hauptgebäude kommen wir immer an der Rezeption vorbei. Jedes Mal, wenn wir vorbeikommen schaut Anita (sie sitzt an der Rezeption) von ihrem Platz hoch und fragt mit super guter Laune "Hiii Giiiirls, how are you?" Sie zeigt solch eine Freude, dass ist toll! Männer lassen hier einem sowieso IMMER den Vortritt und meistens halten sie einem die Tür auf.

Das Einzige, an das ich mich noch gewöhnen muss ist tatsächlich die Frage "How are you?". Überall wo du hingehst, ob fremde Personen oder Menschen die du kennst, fragen dich das. Wenn ich jemanden kenne, komme ich damit schon ziemlich gut klar. Bei Fremden finde ich das immernoch ziemlich merkwürdig.


Aber im großen und ganzen finde ich das Praktikum wirklich toll. Und bin wirklich froh, dass ich (wie auch immer) den Kontakt zu Richard gefunden habe!

 

Der Tag verlief dann ziemlich gut. Ich hatte eine Menge zu tun und habe ein zweites Kapital aus dem Buch geschafft.

Arbeitsplatz bei der Arbeit

Hier mal einen kleinen Überblick von meinem Arbeitsplatz, wenn ich in Action bin.

Arbeitsplatz II Arbeitsplatz II

 

 Zuhause habe ich dann nur noch meinen Blog bearbeitet und auf das Spiel Deutschland gegen Brasilien gewartet.

Montag, 07.07.2014

Beginn der 2. Woche in Irland.

Und da beginnt auch schon meine 2. Woche in Dublin. Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, vor allem das Wochenende! :(

Heute morgen war ich ein bisschen spät dran. Das Wetter hatte sich nicht verändert. Es regnete zwar in dem Moment nicht, aber es war nass, kalt und windig. Als ich auf dem Weg zur Haltestelle war, sah ich gerade noch meinen Bus wegfahren. Als ich auf die Uhr geguckt habe, war ich mir nicht sicher - hatte der andere Bus Verspätung gehabt oder kam mein Bus gerade 10 Minuten zu früh?

Also habe ich gewartet... Ich habe tatsächlich 22 Minuten gewartet, obwohl mein Bus im 15 Minuten Takt fahren soll. Aber irgendwie scheint das in Dublin zur Normalität zu gehören. Jedenfalls war es bisher noch nie anders. Es ist immer eine Überraschung - kommt der Bus später oder früher?

 

Auf Arbeit war nicht viel los. Kary und ich machten ganz normal unsere Aufgaben. Das Haus war ziemlich ruhig. Von unserem 8-Mann-Team waren nur 4 Leute da.

Der Tag zog sich hin und ich war froh, dass endlich Feierabend war! Auf dem Weg nachhause habe ich wieder 25 Minuten auf den Bus gewartet (ich erinnere - er soll alle 15 Minuten kommen).

 

Irgendwie konnte ich mich den ganzen Tag nicht aufraffen. Ich war sehr müde, was wahrscheinlich an dem Wetter lag.

Ich war nur noch duschen, habe mit meinem Schatz telefoniert und dann bin ich schlafen gegangen!

Sonntag, 06.07.2014

Immer wieder Sonntags...

Ich bin mir fast sicher, dass das der kürzeste Blogeintrag wird...

Es ist Sonntag und es regnet in Strömen draußen. Es hat sich ganz schön abgekühlt. Man könnte fast sagen, es ist kalt. Ich dachte mir gestern, ich entscheide spontan, was ich heute mache... und bei dem Wetter hatte ich keine Lust das Haus zu verlassen! Also habe ich mir die Jogginghose angezogen und habe "Pretty Little Liars" geguckt. Und wenn man einmal anfängt... kann ich nicht mehr aufhören. :D

 

Später hat mich dann noch Nuala (meine Gastmutter) gefragt, ob ich dem spanischen Studenten, der heute ankam, die Stadt zeigen könnte.

Als es dann für einen Moment nicht geregnet hat, habe ich ihm die Haltestellen gezeigt und mit ihm eine "Leap Card" gekauft. Wir sind ins "City Centre" gefahren und haben seine Sprachschule gesucht.

Als wir dann fertig waren und ich ihm gefragt habe, ob er noch etwas sehen möchte, sagte er: "You're the guide." und ich musste doch tatsächlich lachen... ich habe mich daran erinnert, dass ich vor genau einer Woche am Samstag zu Manon dasselbe gesagt habe. Und eine Woche später kenne ich mich schon relativ gut in der Stadt aus. Ich weiß wie man in Dublin Bus fährt. Die Busfahrer verstehen mich. Ich weiß, wo wir hin müssen und wie ich meine "Dublin Bus App" benutzen kann. Ich weiß wo die Läden sind die ich brauche und ich weiß tatsächlich schon, wo die Lebensmittel bei Tesco stehen.

Und sogar mein Englisch hat sich schon sehr verbessert.

Sonntag, 06.07.2014

Cliffs of Moher

Gestern ging es für mich sehr früh aus dem Bett. Ich bin um 05:30 Uhr aufgestanden und bin dann um 06:30 Uhr aus dem Haus. Da das hier in Dublin so eine Sache mit dem Bus ist und ich mir dachte, ich bin lieber früher da, fuhr ich eine Stunde früher in die Stadt als geplant. Und ausgerechnet gestern kam der Bus überpünktlich. (Laut der Anzeige - alle anderen Busse zu spät).

Ich hielt mich fast eine Stunde an meinem Kaffee fest und bin dann zum Treffpunkt gegangen, wo ich auf den Bus und auf Kary gewartet habe.

Als der Bus kam und der Fahrer ausstieg und nach unseren Namen fragte, erkannte auch sofort meinen "real irish name" und so stiegen wir in den Bus.

 

Der Ausfug ging von 7:50 Uhr - 19:50 Uhr.

Auf dem Weg zu den "Cliffs of Moher" sind wir durch ein Fischerdorf namens "Kinvara" gefahren und haben dort unsere erste Pause gemacht. Der Fahrer erzählte uns viel zu der Geschichte von Irland und kommentierte alles, wo wir vorbeigefahren waren. Wir machten Pausen bei Burgen und Ruinen und kamen dann zu den "The Baby Cliffs" und sahen zum ersten Mal die kleinen Klippen.

Danach ging es noch in ein Restaurant für eine Mittagspause und dann waren wir schon bei den "Cliffs of Moher". Dort hatten wir Aufenthalt für 1 1/2 Stunden. Ich kann gar nicht beschreiben wie toll es da war. Diese gewaltige Natur und die Klippen waren einfach wunderschöne Anblicke! Man hatte einen tollen Ausblick. Jetzt weiß ich auch, wieso jeder so von der irischen Natur schwärmt.

Und da Bilder manchmal mehr als 1000 Worte sagen, guckt euch die Bilder einfach selber an!

Baby Cliffs Cliffs of Moher Cliffs of Moher

(Hier kommen Montagabend noch mehr Fotos hin!)

 

Auf dem Heimweg haben wir dann noch Halt in "Bunratty" gemacht und dann ging es wieder zurück nach Dublin.

Total fertig bin ich dann "nach Hause" gefahren und habe dort das erste Mal meine Gasteltern kennen gelernt, da sie aus dem Urlaub kamen.

Ich habe dann noch mit meinen Liebsten telefoniert und Ihnen von dem tollen Tag erzählt und bin dann nachts eingeschlafen.

 

Es war so ein schöner Tag! Aber es wäre noch sehr viel schöner, wenn mein Schatz dabei gewesen wäre!

Freitag, 04.07.2014

Das Wochenende ruuuuuft...

Heute ist Freitag! Der letzte Tag der Woche. Und das Wochenende ruft schon ganz laut! Ich habe mir vorgenommen am Wochenende viel von Dublin zu sehen.

Als ich ins Büro kam und Kary kurz nach mir, fragte sie mich, ob ich Lust hätte mit ihr morgen einen Tagesausflug zu unternehmen. Sie würde gerne zu den "Cliffs of Moher" fahren. Und als sie mir das Prospekt zeigte, war ich sofort Feuer und Flamme und freute mich schon auf den nächsten Tag.

Die Arbeit verging... Draußen wurde es immer dunkler und es began zu regnen. Als es dann 16 Uhr wurde kam Carolyn zu uns ins Büro und meinte, wir können heute früher gehen, wir hätten die ganze Woche schon genug gearbeitet.

 

Also fuhren Kary und ich in die Stadt zur O'Connell Street, buchten unseren Tagesausflug bei Paddywagon, legten uns ein paar Regensachen zu und gingen noch was Essen. Im Restaurant konnte ich noch ein Teil vom Fußballspiel "Deutschland gegen Algerien" sehen.

Als ich nachhause kam war es bereits 20 Uhr. Ich ging duschen und beschloss früh ins Bett zu gehen, um für den nächsten Tag fit zu sein...

Donnerstag, 03.07.2014

Überall gleich!

Der Alltag kann einem auch in einem fremden Land schnell einholen!

Morgens aufstehen, den Bus nehmen, zur Arbeit fahren, 8 Stunden arbeiten, nachhause fahren und schlafen gehen.

Als ich auf Arbeit ankam setzte ich mich wie gwohnt an meinem Schreibtisch und begann mit meiner Arbeit (meinen Arbeitsablauf beschrieb ich gestern). Ich denke, dass ich dazu nicht mehr allzu viel erzählen muss, da es wirklich jeden Tag der selbe Ablauf ist.

Doch gab es auch heute ein kleines Highlight. Zum Mittag ist unsere gesamte kleine Abteilung (Richard, John Paul, Hannah, Carolyn, Mary, Laura, Kary und ich) in ein Restaurant gegangen. Es war sehr lustig. Und auch wenn ich nicht alles verstanden habe, konnte ich doch viel mitlachen. Die Anderen nehmen sehr viel Rücksicht auf mich und reden extra langsamer und verständlicher. Und so konnte auch ich an Gesprächen teilnehmen. Als dann die Rechnung kam, übernahm Richard Kary's und meine Bestellung! (was ich übrigens immernoch total lieb von ihm finde).

 

Als ich dann gegen 17 Uhr Feierabend hatte, beschloss ich, mich auf dem Weg zu IKEA zu machen. Schon als ich am Samstag das erste Mal durch Dublin gelaufen bin, habe ich auf einem Bus als Endhaltestelle "IKEA" gelesen und wusste, da muss ich hin!

Bei Ikea ist mir aufgefallen, dass die Möbel wirklich überall gleich sind. Lediglich die Preise sind anders. In Dublin wird vieles aufgerundet. Kostet z.B. bei uns etwas 1,99€, kostet es dort 2€. Auch so sind die Preise in Dublin teurer als bei uns (ich betone es nochmal - Dublin ist wirklich eine teure Stadt! Das haben selbst meine Arbeitskollegen beim Essen gesagt.) Für ein Bild, dass wir im Wohnzimmer zu hängen haben (für alle, die unsere Wohnung kennen - das Bild mit dem Eifelturm) zahlt man in Berlin 29€ und in Dublin 45€. Und auch so sind mir viele Unterschiede im Preis aufgefallen, allerdings nicht in der Einrichtung des Möbelmarktes.

Und was mir noch aufgefallen ist - in Dublin werden die Hot Dogs mit mit Ketchup und Senf serviert. Es fehlen die Gurken und die Röstzwiebeln.

IKEASB-Halle

 

Mittwoch, 02.07.2014

Ein neuer Tag...

Ich muss sagen, als ich heute früh aufgestanden bin, freute ich mich schon richtig auf die Arbeit. Die Menschen kamen mir einfach sehr nett und freundlich vor.

Ich nahm also meine Sachen, lief zum Bus und stellte fest, dass der erste Bus gerade gefahren war und der zweite Bus Verspätung hatte. (So ist das übrigens in Irland - auch wenn auf der Anzeige steht, der Bus kommt gleich, kommt er immer zu früh oder zu spät...) Ich habe das Glück, dass ich mit dem Bus 4 direkt zur Arbeit durchfahren kann und ca. 25 - 30 Minuten brauche.

Auf Arbeit wurde ich sehr freundlich begrüßt und setze mich sofort an meinen Schreibtisch und began mit der Arbeit.

Meine Arbeit:

Ich absolviere mein Praktikum bei IPA - das steht für "Institute for Public Administration". In meiner Abteilung ist Richard der Chef. Er ist der "Publisher" und ist zuständig für das "Administration Yearbook and Diary" (http://www.ipa.ie/index.php?lang=en&p=page&id=238). In diesem Buch stehen die wichtigsten Organisationen/Firmen/Unternehmen, die es in Irland gibt.

Der "Senior Editor" ist John Paul und Carolyn ist zuständig für "Sales and Marketing" und für uns Praktikanten.

Zur Zeit wird an der 49. Ausgabe des Buches gearbeitet, dem "Administration Yearbook and Diary 2015". Jede Organisation oder Firma, die in diesem Buch steht wurde angeschrieben und gebeten den alten Artikel so abzuzeichnen oder zu verändern. Die Deadline war am 27.06.2014 und wie üblich haben viele Firmen die Artikel nicht zurück gesendet. Und da kommen wir ins Spiel...

Zusammen mit Mary und Laura sind die Hauptaufgaben von mir und Kary die Firmen/Organisationen per E-Mail anzuschreiben und sie an die Artikel zu erinnern. Gleichzeitig schicken wir den alten Eintrag mit. Uns wurden verschiedene Kapitel des Buches zugewiesen und so arbeitet jeder seine Kapitel ab und schreibt die Firmen/Oragnisationen an und bittet um Antwort. Das ist eine Aufgabe, die einen sehr lange beschäftigen kann und nicht sehr anspruchsvoll ist. Nach einem Tag bekommt man Routine, da man die E-Mails nur kopieren muss. Aber es ist eine Aufgabe, die auch die anderen Mitarbeiter erledigen müssen und man ist beschäftigt.

Wenn wir antworten bekommen müssen wir uns auch an eine bestimmte Reihenfolge halten. Enthält der Eintrag Fotos, bekommt Carolyn eine Kopie, sind Änderungen gewünscht, wird der Artikel den "Editors" zugesendet. Zum Schluss wird alles in einer Box archiviert.

Das ist meine Arbeit, die ich hier zu erledigen habe. Und mit Kary und den anderen Ladys macht es wirklich Spaß hier zu arbeiten.

Mittwoch, 02.07.2014

Der erste Arbeitstag...

Da war er also... der Tag, wieso ich überhaupt in Dublin sein darf... Es war Dienstag, der 1. Juli 2014 und ich war auf dem Weg zur Arbeit. Ich habe zwar gut geschlafen, konnte aber nichts frühstücken. Auf dem Weg zur Arbeit wurde ich immer aufgeregter (sorry nochmal an alle, denen ich eine Panik Mail geschrieben habe!). Vor dem Gebäude blieb ich kurz stehen und wollte tatsächlich umdrehen. Aber es gab kein zurück mehr. Also ging ich hinein und meldete mich an der Rezeption.

Ich glaube, es waren die schlimmsten und längsten 5 Minuten in meinem Leben, als ich auf meinen Chef Richard (man nennt sich hier per Vornamen) wartete.

Und dann kam er - ein Mann Ende der 50iger/Anfang 60iger und lächelte mich an. Ich war so nervös, aber als ich seine ruhige Stimme hörte, wurde auch ich etwas ruhiger. Er nahm mich durch das Gebäude zu seinem Büro und erklärte mir noch einmal die Vorgehensweise und was meine Aufgaben sein werden. Dann stellte er mich den Kollegen vor und zeigte mir mein Büro.

Ich teile mir das Büro mit Kary. Sie ist ebenfalls Praktikantin und kommt aus Texas, Amerika. Meine zuständige Betreuerin ist Carolyn. Sie erscheint nach dem ersten Eindruck super lieb.

Carolyn bemerkte meine Nervosität und lud Kary und mich zu einem Kaffee bei Starbucks ein. Ich solle mir etwas Zeit nehmen und mit Kary ins Gespräch zu kommen. Als wir wiederkamen bekam ich einen Stapel Papier und sollte mir meine zukünftigen Aufgaben durchlesen. Als ich fertig damit war, began ich mit der Arbeit (ich werde mir noch Zeit nehmen und genaueres darüber berichten).

 

Der Tag verging recht schnell... es war 17 Uhr und Zeit Feierabend zu machen!

Ich fuhr nachhause, verarbeitete den Tag, skypte mit meinen Liebsten und schlief dann völlig erschöpft ein.

Blick aus meinem Büro  der Flur Der Flur  Unser Büro eine etwas andere Umlaufmappe

Mein Schreibtisch 

 

 

 

 

 

Montag, 30.06.2014

Eine neue Woche...

Und da war das Wochenende auch schon wieder vorbei...

Am Montag nahm ich mir einfach nochmal die Zeit und schlief aus. Mein Arbeitsleben beginnt schließlich erst morgen am 1st July. Ich hörte, wie die anderen nach und nach das Haus verließen und machte mich langsam fertig und frühstückte ausgiebig - so ausgiebig, wie ein Frühstück mit Toastbrot und nur süßen Sachen halt sein kann... (daran muss ich mich definitiv noch gewöhnen...)

Frühstück

 

 

Dann verließ auch ich das Haus und ging zur Bushaltestelle. Ich wollte zur Probe meinen Arbeitsweg fahren. Gucken, wie lange ich brauche und wo genau das ist, damit ich morgen nicht zu spät komme.

Ich nahm den Bus, fuhr damit zur Landsdown Road und war keine 40 Minuten später direkt vor meinem Arbeitsplatz.

IPA IPA

 

Weil ich gar nicht so lange gebraucht habe, bin ich dann noch einmal in die Stadt und habe mir alles genau angesehen und war etwas shoppen - oder auch nur stöbern. Ich mag das ja, in die Geschäfte zu gehen und zu vergleichen, ob es das auch in Deutschland gibt und wie die Preise sind.

Zum Nachmittag bin ich dann noch 20 Minuten zu Lidl gelaufen. In meiner Nähe gibt es einen Tesco und ein Spar. Aber beide Läden finde ich persönlich etwas teuer und so dachte ich mir, ich kaufe mir einen kleinen Vorrat bei Lidl, da ich in der Gastfamilie nur Frühstück bekomme und Abendbrot mit Aufpreis. Bei Lidl habe ich festgestellt, dass die Preise zwar günstiger sind als im Tesco oder im Spar, aber dennoch teurer als in Berlin. Man könnte fast sagen, dass alle Artikel knapp 30 Cent teurer sind. Aber in Dublin ist alles teuer!! Zu meinem entsetzen habe ich auch festgestellt, dass es hier kein Schwarzbrot gibt. Die meisten Körner hat ein Sesambagel (ich werde mir bestimmt Brot nach Dublin schicken lassen - Mama, wenn du das liest... ! :D)

Ansonsten ist an diesem Tag nichts aufregendes passiert.

Lidl O'Connell Street

Sonntag, 29.06.2014

Sonntage sind überall gleich.

Heute ist Sonntag... als ich aufgewacht bin hat es bereits wie aus Eimern geregnet. Demnach fiel mein kleiner Ausflug, mit Manon in den Park zu gehen, flach und wir sind zuhause geblieben...

Sonntage sind vermutlich in jedem Land gleich - jeder ist spät aufgestanden, hat spät gefrühstückt und hat sich dann zurückgezogen um Filme zu gucken oder einfach im Bett zu bleiben... so auch ich! Und da ich darüber nicht viel zu berichten habe, dachte ich mir, ich erzähle ein wenig über das Busfahren und den Straßen in Irland.

 

In Irland herrscht Linksverkehr (wie vermutlich jeder weiß ;-) )... und prinzipiell gucke ich immer in die falsche Richtung, ob der Bus kommt. Auch wenn ich an der Ampel stehe, gucke ich immer in die falsche Richtung und das obwohl an den meisten Übergängen "Look Left" oder "Look Right" steht. - ich weiß auch nicht, ob ich das in den 2 Monaten, die ich hier bin, jemals richtig machen werde. haha

Look Left Look Right

Und da wäre ich auch schon beim nächsten Thema - die Ampeln. In Irland sind die Ampelphasen für die Autofahrer sehr lang. Also müssen die Fußgänger immer recht lange warten. Hingegen hat ein Fußgänger geradeso Zeit über die Straße zu kommen, bevor die Ampel auf Orange (ja, hier haben auch Fußgänger 3 Ampelfarben) und dann auf Rot umspringt. Demnach geht prinzipell JEDER Mensch über eine rote Ampel, wenn kein Auto kommt. Es wird sich durch jede noch so kleinste Lücke gequetscht. Wie ich mittlerweile mitbekommen habe, gibt es hier für Fußgänger keine Strafen, wenn man über eine rote Ampel geht...In den ersten Tagen hat man daran echt gemerkt, dass ich nicht von hier komme. Mittlerweile bleibe ich nur kurz stehen, um wirklich sicherzugehen, dass kein Auto kommt und laufe über Straße. Und dennoch zögere ich länger, als die Iren.

 

Auch das Busfahren ist ein wenig anders als in Berlin. Hier kauft man sich ein Busticket beim Busfahrer, wenn man kein 5- oder 30-Tage-Ticket hat. Dafür geht man einfach zum Fahrer, schmeißt Kleingeld in einen Münzbehälter, sagt die Station an, wo man hin möchte und bekommt sein Ticket. Der Fahrpreis hängt von den Stationen ab und wird individuell berechnet. Meistens sind es aber 2,35 - 2,60 €. Hat man nicht den passenden Betrag zur Hand, bekommt man ein weiteres Ticket, auf dem die Differenz steht und die man sich dann in der O'Connell Street in dem "Dublin Bus" Zentrum wieder abholen kann. Die Busfahrer selber haben kein Wechselgeld.

Um das aber zu umgehen, gibt es die sogenannte "Leap Card". Diese kauft man sich in einem Spar-Supermarkt für 5 € und lädt sie dann mit Geld auf. Wenn man dann sein Ticket kaufen möchte, legt man nur die Karte beim Fahrer hin, sagt die Station an und das Geld wird automatisch von der Karte abgezogen. So braucht man kein Kleingeld mehr und zudem spart man Geld. Mit der Leap Card kosten die selben Tickets dann nur noch 1,95 - 2,15 €.

Noch eine Besonderheit im Gegensatz zu Berlin - in Dublin hat jeder Bus kostenloses Wi-Fi!

Leap Card Dublin Bus

 

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